29 Jul

Windows 10 auf dem Surface einrichten

Windows 10 auf Surface einrichten

Windows 10 ist das Betriebssystem, das auf Deinem Surface-Tablet vorinstalliert ist. Wenn Du Dein neues Surface zum ersten Mal einschaltest oder Dein Gerät aus technischen Gründen zurücksetzt, musst Du Windows 10 einmalig einrichten. Das heißt: Das System stellt Dir verschiedene Fragen, um Windows an Deine Bedürfnisse anzupassen.

Das Einrichten von Windows 10 ist eigentlich nicht schwierig. Doch manche Lehrer fühlen sich bei den vielen Entscheidungen unsicher. Sie glauben, die Konsequenzen für ihren PC nicht einschätzen zu können. In diesem Blog-Artikel begleite ich Dich schrittweise durch die Einstellungen. So kannst Du Dein Surface-Tablet selbstständig einrichten und sicher nutzen.


Vorbereitungen: Ist Dein Surface startklar?

Bevor Du mit dem Einrichten von Windows 10 beginnst, sollte Dein Surface aufgeladen sein. Du kannst den Prozess auch durchführen, während Dein Tablet oder Laptop ans Netzteil angeschlossen ist.

Beim Surface Pro, Surface Go und Surface Book muss die Tastatur nicht zwingend angedockt sein. Du kannst die Einrichtung auch komplett am Touchscreen ohne Type Cover durchführen. Der gesamte Prozess sollte auf allen Surface-Geräten nahezu gleich ablaufen.

Wichtig: Du musst beim Einrichten von Windows 10 einige Entscheidungen treffen. Manche davon kannst Du überspringen. Keine Deiner getroffenen Entscheidungen ist endgültig. Du kannst alle Einstellungen später wieder ändern und Dein Surface nachträglich an Deine Vorlieben und Bedürfnisse anpassen.

Die folgenden Schritte solltest Du beim Einrichten auf Deinem Surface nachvollziehen können. Wenn einzelne Punkte abweichen, helfen Dir die Texte auf dem Bildschirm weiter. Für die erste Einrichtung von Windows 10 solltest Du ca. 20 bis 30 Minuten einplanen.


Los geht’s: Surface einschalten und Windows 10 einrichten

Schalte Dein Surface mit dem Power Button ein. Nach kurzer Zeit erscheint auf dem Bildschirm der Hinweis „Einen Moment bitte…“. Das System braucht ein paar Sekunden, um das Einrichten zu starten.

Einrichtung von Windows 10 wird gestartet
  • Die erste Entscheidung ist einfach: Windows 10 fragt Dich, ob Du in der bereits ausgewählten Sprache fortfahren möchtest. Sollte „Deutsch“ nicht vorausgewählt sein, kannst Du durch die verfügbaren Sprachen blättern. Wähle die richtige Sprache und bestätige Deine Auswahl.
  • Nun meldet sich Cortana mit einigen Erklärungen. Cortana ist die integrierte Sprachassistentin von Microsoft. Sie führt Dich mit ihrer Stimme durch die weiteren Einstellungen. Gerade beim ersten Einrichten empfehle Dir, gut zuzuhören und mitzulesen. So verstehst Du die weiteren Schritte problemlos.
  • „Zuerst die Region. Ist sie richtig?“Cortana will wissen, in welchem Land Du Dein Surface nutzt. Diese Information ist für zahlreiche weitere Einstellungen wichtig. Sie gilt zum Beispiel für Deine Tastatur-Belegung oder für nur in Deutschland verfügbare Apps.
  • Wähle das Tastatur-Layout, das Du ab sofort nutzen möchtest. Computer-Tasten sind in vielen Ländern unterschiedlich belegt. Die Einstellung „Deutsch“ sollte Deiner in Deutschland gekauften Surface-Tastatur entsprechen.
    Bei Bedarf kannst Du ein weiteres Tastaturlayout hinzufügen. Das ist zum Beispiel für Lehrer sinnvoll, die Fremdsprachen unterrichten. Sie haben bestimmte Sonderzeichen dann beim Tippen griffbereit. In Windows 10 kannst Du später mit zwei Klicks zwischen den Tastenbelegungen wechseln.
  • Jetzt kannst Du Dein Surface mit einem verfügbaren WLAN verbinden. Wähle das gewünschte Netz aus und gib das dazugehörige Passwort ein. Dank Internetverbindung profitierst Du schon beim Einrichten von dem ein oder anderen Update. Außerdem kannst Du Windows 10 gleich auf Wunsch mit einem Microsoft-Konto verbinden. Wenn Du gerade kein WLAN-Netz in der Umgebung hast, kannst Du diesen Schritt überspringen.
  • Als nächstes möchte Windows 10 von Dir wissen, ob Dein Surface-PC im gerade verbundenen Netzwerk gefunden werden darf. Zu Hause kannst Du zum Beispiel Dateien zwischen dem Surface und anderen verbundenen Computern im WLAN austauschen oder einen geeigneten Drucker im Netzwerk ansteuern. In der Schule oder in einem Café möchtest Du aber vermutlich vermeiden, dass andere Menschen auf Dein Gerät zugreifen können.
    Deine Entscheidung hängt also davon ab, an welchem Ort bzw. in welchem WLAN-Netzwerk Du Dein Surface gerade nutzt. Windows 10 merkt sich die unterschiedlichen Einstellungen für jedes einzelne Netzwerk.

Nun braucht Windows 10 ein bisschen Zeit, um sich mit dem Internet zu verbinden und Deine bisherigen Entscheidungen umzusetzen. In der Regel macht das System dafür automatisch einen Neustart. Danach meldet sich Dein Surface mit weiteren Fragen zurück.


Windows 10 mit Microsoft-Konto einrichten

  • Der dickste Brocken kommt jetzt: Auf dem Bildschirm erscheint der „Windows 10 Lizenzvertrag“. Das sind quasi die unvermeidlichen Nutzungsbedingungen für das Betriebssystem. Du kannst den Surface-PC mit Windows 10 nur nutzen, wenn Du den Bedingungen zustimmst.
    Nur die wenigsten Menschen lesen den Lizenzvertrag tatsächlich. Vielleicht möchtest Du ihn zumindest aus Interesse mal überfliegen. Ich weiß, dass man solche Vorgaben und Bedingungen als kritisch denkender Mensch nur widerwillig akzeptiert. Gleichzeitig verstehe ich, dass sich ein Konzern wie Microsoft in einigen Punkten rechtlich absichern muss. Über den Sinn und Unsinn solcher Lizenzverträge könnte man jedenfalls zahlreiche weitere Blog-Beiträge schreiben.
  • Im nächsten Schritt sollst Du entscheiden, ob Du das Surface für die „persönliche Verwendung“ einrichten willst oder für eine Einrichtung nutzt. Einfacher formuliert: Ist das Gerät vorrangig Dein privater PC oder gehört er zu Deiner Firma bzw. Deinem Arbeitgeber?
  • Ein neuer Bildschirm erscheint. Du kannst Dich nun „Bei Microsoft anmelden“. Zunächst solltest Du dazu wissen: Mit einem Benutzerkonto bei Microsoft kannst Du einige praktische Funktionen nutzen, zum Beispiel den kostenlosen Cloud-Speicher OneDrive oder das Synchronisieren Deiner PC- und App-Einstellungen über mehrere Geräte hinweg. Du hast jetzt also drei Möglichkeiten:
  1. Wenn Du schon ein Microsoft-Konto hast, kannst Du Dich einfach mit Deiner E-Mail-Adresse und Deinem Passwort anmelden.
  2. Wenn Du noch kein Microsoft-Konto hast, kannst Du jetzt direkt ein neues Konto erstellen.
  3. Wenn Du aus Prinzip kein Microsoft-Konto nutzen möchtest, kannst Du ein Offline-Konto erstellen, das nur auf diesem Surface-PC erstellt wird und genutzt werden kann.

    Wegen der oben genannten Vorteile empfehle ich Dir, ein Microsoft-Konto zu nutzen. Wie bei jedem Anbieter solltest Dir dessen bewusst sein, welche Daten in Deinem Benutzerkonto gespeichert sind.
  • Im nächsten Schritt kannst Du die Gesichtserkennung einrichten. Die Funktion kommt Dir vielleicht ein bisschen unheimlich vor. Tatsächlich geht es um Sicherheit und Komfort: Du brauchst nicht jedes Mal Dein Passwort eingeben, um Dich bei Windows 10 anzumelden. Stattdessen erkennt die eingebaute Surface-Kamera Dein Gesicht automatisch – auch im Dunkeln. Nahezu jedes Surface-Tablet beherrscht diese praktische Funktion mit dem Namen „Windows Hello“. Ich empfehle Dir, die Gesichtserkennung zumindest mal auszuprobieren. Du musst sie nur einmalig einrichten und dafür den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen.
  • Zusätzlich bittet Dich Windows 10 noch darum, eine PIN-Nummer zu erstellen. Das ist eine zusätzliche Option, um Dich schnell an Deinem Surface-PC anzumelden – zum Beispiel wenn die Gesichtserkennung mal versagen sollte. Zur Sicherheit musst Du Deine gewünschte PIN-Nummer zweimal eingeben.

Weitere Funktionen und Einstellungen in Windows 10

Du hast es bald geschafft! Die weiteren Einstellungen und Funktion von Windows 10 sind optional. Trotzdem können sie im Alltag mit dem Surface praktisch sein.

  • Du kannst Dein Surface-Tablet mit Deinem Smartphone verbinden. So erhältst Du zum Beispiel Benachrichtungen auf beiden Geräten. Außerdem kannst Du Fotos schneller übertragen. Windows 10 sendet Dir auf Wunsch den Link zur dazugehörigen Smartphone-App per SMS auf Dein Smartphone.
  • Mit einem Microsoft-Konto kannst Du die integrierte Cloud OneDrive nutzen, um Dateien online zu speichern oder mit anderen Geräten zu synchronisieren. Du kannst die Cloud nachträglich noch einrichten und dann auch den Speicherort auf der Festplatte festlegen. Deshalb solltest Du den Schritt an dieser Stelle überspringen. Eine einfache Anleitung für die Nutzung von OneDrive findest Du auch in diesem Blog.
  • Möchtest Du Cortana als Assistentin nutzen? Zu Beginn der Einrichtung hast Du die Sprachassistentin von Microsoft schon kennengelernt. Ihre Funktionen sind überschaubar. Trotzdem ist es manchmal praktisch, den aktuellen Wetterbericht schnell abzufragen oder einen Termin im Kalender zu erstellen – einfach nur mit Sprachbefehlen über das eingebaute Mikrofon. Entscheide selbst, ob Du Cortana für bestimmte Zwecke auf Deinem Surface ausprobieren möchtest.
  • Auch für andere Apps kann das Erkennen von gesprochener Sprache sinnvoll sein. Das funktioniert erstaunlich gut, zum Beispiel auch zum Diktieren von Texten. Dazu musst Du Windows 10 die Spracherkennung erlauben.
  • Darf Windows 10 Deinen aktuellen Standort verwenden? Die Standorterkennung ermöglicht es Dir zum Beispiel, das Wetter in Deiner Stadt anzeigen zu lassen oder Routenplaner-Apps bequemer zu nutzen. Manche Nutzer fühlen sich bei dieser Einstellung ausspioniert. Wer sein Surface gerne mobil nutzt und viel unterwegs ist, profitiert von der Standorterkennung besonders.
  • Die nächste Funktion heißt „Mein Gerät suchen“. Stelle Dir folgende Situation vor: Du findest Dein Surface plötzlich nicht mehr. Du weißt nicht, ob Du das Tablet zu Hause vergessen hast, ob es noch draußen im Auto liegt oder ob es im Lehrerzimmer auf Dich wartet. Jetzt bist Du vermutlich dankbar, wenn Du das Surface orten und den Standort sehen kannst.
  • Windows 10 ist ein komplexes Betriebssystem. Die Entwickler von Microsoft wollen es kontinuierlich verbessern und gefundene Fehler beheben. Deshalb möchten Sie gerne „Diagnosedaten“ von Deinem Surface-Tablet gesendet bekommen, die Dein Nutzerverhalten dokumentieren. Du kannst entscheiden, ob Du Deine vollständigen Daten zur Verfügung stellst oder ob nur grundlegende Informationen gesendet werden sollen. Komplett kannst Du den Versand von Diagnosedaten leider nicht ohne Weiteres unterbinden.
  • „Freihand- und Eingabeerkennung verbessern“ heißt der nächste Punkt. Vielleicht willst Du den Surface Pen für handschriftliche Notizen nutzen. Windows 10 kann Deine Notizen erkennen und in getippten Text umwandeln. Dafür ist es natürlich notwendig, Deine Handschrift zu analysieren und auszuwerten. Entscheide, ob Du damit einverstanden bist.
  • Fast geschafft: Darf Microsoft Dein Nutzerverhalten auswerten, um Dir personalisierte Inhalte wie App-Empfehlungen anzuzeigen und auf Dich zugeschnittene Anzeigen einzublenden? Was Du wissen solltest: Die Anzahl der Einblendungen in Windows 10 bleibt in jedem Fall gleich. Die Anzeigen sind nur im besten Fall relevanter für Dich.

Das war die letzte Entscheidung zum Einrichten der Windows-Installation. Um die letzten Schritte kümmert sich Dein Surface automatisch.


Jetzt ist Windows 10 (fast) startklar!

Nach einem letzten Neustart und einer kurzen Wartezeit solltest Du Deinen Tablet-PC oder Laptop nun endlich nutzen können. Sobald Du Dich mit Deinen Benutzerdaten anmeldest, begrüßt Dich Windows 10 mit einem Info-Fenster und einem Überblick über neue Funktionen.

Willkommen bei Windows 10
Willkommen bei Windows 10!

Wenn Du jetzt noch ein bisschen Zeit hast, empfehle ich Dir auch noch die Installation aller aktuell verfügbaren Windows Updates. Erst dann ist Windows 10 auf Deinem Surface auf dem allerneuesten Stand. Außerdem solltest Du nun prüfen, ob Du einige der vorinstallierten Apps löschen möchtest.

Wie lief das erste Einrichten von Windows 10 auf Deinem Surface? Bei welchen Entscheidungen hast Du Dich schwer getan? Hat sonst alles reibungslos geklappt? Ich freue mich auf Deine Erfahrungen als Kommentar unter diesem Blog-Artikel!

Ein Gedanke zu „Windows 10 auf dem Surface einrichten

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