05 Aug

Surface Laptop im Kurz-Test

Surface Laptop - Teaser

Irgendwie passt der Surface Laptop nicht in die Reihe der anderen Surface-Modelle. Laut Microsoft haben sich viele Nutzer einen klassischen Laptop im Portfolio gewünscht. Aus meiner Sicht bietet der Surface Laptop nun gar keine besonderen Features, die die Laptops anderer Hersteller nicht auch bieten. Deshalb hat er bei seiner Veröffentlichung und auch in meinem Praxis-Test auf Anhieb keinen „Wow-Effekt“ ausgelöst. Das war beim Surface Pro, beim Surface Book und beim Surface Studio definitiv anders, weil es Geräte dieser Art vorher schlicht nicht gab.

Kann der Surface Laptop trotzdem ein guter Begleiter in Schule und Unterricht sein? Als Windows Insider durfte ich ein Testgerät mehrere Tage lang beim Hackathon 2019 in Redmond nutzen. Meine Eindrücke vom Surface Laptop fasse ich als Kurz-Test in diesem Blog-Artikel zusammen.


Eindrücke vom Surface Laptop

Für meinen Test hatte ich den Surface Laptop in bordeaux-rot zur Verfügung. Wer das Gerät aus der Verpackung nimmt und zum ersten Mal aufklappt, wird zunächst nicht enttäuscht. Natürlich ist der Surface Laptop wie gewohnt perfekt verarbeitet. Das Gehäuse aus Magnesium fühlt sich hochwertig an – im Gegensatz zu vielen anderen Notebooks mit billiger Plastikverkleidung.

Surface Laptop mit hochwertigem Gehäuse aus Magnesium
Surface Laptop: dünn und leicht

Der Surface Laptop von Microsoft ist so dünn und leicht, dass ich ihn bequem mit einer Hand halten und tragen kann. Im Rucksack macht sich das zusätzliche Gewicht mit rund 1250 Gramm weniger bemerkbar als bei vergleichbaren anderen Laptops.

Tastatur und Touchpad sind beim Surface Laptop ebenfalls eine Freude. Man kann darauf wunderbar tippen und arbeiten. Die Tasten reagieren flott und die Anschläge sind nicht zu laut. Nichts an der Tastatur fühlt sich billig an.

Tastatur vom Surface Laptop mit Stoffbezug aus Alcantara
Tastatur vom Surface Laptop mit Alcantara-Bezug

Eine Besonderheit gibt es dann doch: Das Keyboard ist mit einem Stoff überzogen. „Alcantara“ heißt das Material, das wir schon vom Signature Type Cover fürs Surface Pro kennen. Hier kommen wir in den Bereich „Geschmackssache“: Ich persönlich mag den Stoffbezug nicht gerne. Er fühlt sich kratziger an als gedacht. Außerdem nutzt sich der Stoff mit der Zeit unschön ab, wie ich an der Tastatur des Testgeräts schon sehen konnte.

Aufgeklappt erreicht der Surface Laptop einen Winkel von maximal 140 Grad. Wenn ich am Tisch sitze, kann ich so wunderbar arbeiten. Je nach Situation und Position würde man den Bildschirm manchmal vielleicht doch gerne noch ein Stück weiter nach unten drücken.

Surface Laptop aufgeklappt
Surface Laptop – so weit wie möglich aufgeklappt

Dass der Bildschirm stark spiegelt, kenne ich ja von zahlreichen anderen Geräten. Auch der Surface Laptop macht hier keine Ausnahme, wie die Fotos zeigen. Wenn man sich draußen aufhält und das Display auf die hellste Stufe stellt, kann man trotzdem das meiste sehen und ganz passabel arbeiten.

Die heißgeliebte Stiftbedienung mit dem Surface Pen macht beim Surface Laptop leider gar keinen Spaß. Der digitale Stift von Microsoft funktioniert zwar aus technischer Sicht auf dem Display. Beim Schreiben und Zeichnen ist der Bildschirmwinkel aber unpraktisch. Außerdem muss ich den Surface Laptop dabei mit der anderen Hand von hinten stabil halten.


Ordentliche Leistung für alle typischen Lehrer-Aufgaben

Über die Äußerlichkeiten des Surface Laptop gibt es mehr zu berichten als über die inneren Werte. Den mobilen PC gibt’s wahlweise mit 8 GB oder mit 16 GB Arbeitsspeicher sowie mit unterschiedlicher Prozessor-Leistung (Intel Core i5 oder i7). Für den Schulalltag und Deine Bedürfnisse als Lehrer sollte die Leistung der günstigsten Kombination ausreichen. Windows 10 und die üblichen Office-Programme laufen auf dem Surface Laptop flott. Auch Surfen im Internet klappt bei mehreren offenen Fenstern ohne merkliche Wartezeiten.

Surface Laptop

Unzufrieden bin ich aber bei den Anschlüssen: Der Surface Laptop hat zum Beispiel nur einen USB-Port (USB 3.0). Anders als beim Surface Pro und beim Surface Go gibt es auch keinen Kartenleser, um den Speicherplatz der internen Festplatte zu erweitern. Diese Einschränkungen würden mich im Alltag dazu zwingen, immer diverse Adapter zur Hand zu haben. Hier kommt es wohl darauf an, wie flexibel Du im Schulalltag sein möchtest. Außerdem solltest Du Dich von Vorherein für ein Modell mit ausreichend Speicher entscheiden – wahlweise zwischen 128 GB und 1 Terabyte.


Fazit im Test: Hochwertiger Laptop mit Schwächen

Für wen ist der Surface Laptop nun das geeignete Gerät?

  • Der Surface Laptop ist ein überraschend konventioneller Laptop ohne Schnick-Schnack. Wenn Du einen leichten und leistungsfähigen Laptop ohne Zusatzfunktionen suchst, kannst Du beim Surface Laptop zuschlagen. Er fühlt sich hochwertig an und sollte alle Grundbedürfnisse als Lehrer gut erfüllen. Im Vergleich zu anderen Herstellern ist er ein bisschen teurer.
  • Wenn Du viel mit dem Computer arbeitest und bei der Bedienung flexibler sein willst, schränkt Dich der Surface Laptop vielleicht ein. Der Speicher lässt sich nicht erweitern, die Anschlüsse sind begrenzt und die Stiftbedienung macht keine Freude. Ich war nicht sonderlich traurig, als ich den Surface Laptop nach der Woche in Redmond wieder abgeben musste. Vielseitiger aufgestellt bist Du auf Dauer mit dem Surface Pro oder dem Surface Book als Alternative.

Welche Eindrücke hast Du vom Surface Laptop? Reichen Dir die Möglichkeiten oder könnte Microsoft den Surface Laptop für Deine Bedürfnisse verbessern? Ich freue mich auf Deine Meinung in den Kommentaren unter diesem Artikel!

Ein Gedanke zu „Surface Laptop im Kurz-Test

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