10 Jul

Speicher mit microSD-Karte erweitern

Speicher mit microSD-Karte erweitern

Der Speicherplatz auf dem Surface Pro und auf dem Surface Go ist begrenzt. Das spürst Du besonders, wenn Du Dein Surface als Haupt-Gerät für Schule und Unterricht nutzt. Sobald Du einige umfangreiche Programme installierst und große Dateien wie zum Beispiel Fotos und Videos speicherst, füllt sich die interne SSD-Festplatte schnell. Selbst bei teureren Surface-Modellen mit mehr Speicher stößt Du mit Deinem Unterrichtsmaterial irgendwann an Grenzen.

Du kannst den Speicherplatz beim Surface Pro und beim Surface Go mit einer microSD-Karte erweitern. Welche Speicherkarten mit Deinem Surface kompatibel sind und was Du beim Einrichten sonst noch beachten solltest, erkläre ich Dir in diesem Blog-Artikel.


Speicherkarte als zusätzliche „Festplatte“

Speicherkarten gelten eigentlich als „Wechselmedien“. Du kannst sie in der Regel beliebig einsetzen und herausnehmen. Ich selbst habe mich dafür entschieden, meine Surface-Tablets prinzipiell mit einer festen microSD-Karte auszustatten und den Speicher so dauerhaft zu erweitern.

Dabei trenne ich alle Daten konsequent. Mein „Konzept“ ist ganz einfach:

  • Auf der internen SSD-Festplatte befinden sich nur die Installation von Windows 10 sowie alle heruntergeladenen Apps und installierte Programme.
  • Auf der zusätzliche Speicherkarte landen alle eigenen Dateien, also z.B. meine Downloads, mein synchronisierter Cloud-Ordner und sogar mein Desktop. Auch Videos, die ich als Lehrkraft in Kursen oder Dozent in Schulungen zeigen möchte, haben auf der microSD-Karte Platz.

Der Vorteil dieser Methode: Wenn ich mein Surface wegen technischer Probleme neu installieren oder wegen eines Hardware-Defekts austauschen muss, sind meine Dateien nicht verloren.

Laufwerke im Surface Pro

Die separate microSD-Karte mit allen persönlichen Daten kann ich unter der neuen Windows-Installation oder mit einem neuen Gerät direkt wieder verwenden.


Welche Speicherkarten sind mit dem Surface kompatibel?

microSD-Karte sind so groß wie ein Fingernagel und mittlerweile von zahlreichen Herstellern zu kaufen – je nach Größe für wenig Geld. Die Support-Seite von Microsoft listet auf, welche Art von Speicherkarten unterstützt werden.

microSD-Speicherkarten
microSD-Karten unterschiedlicher Hersteller und Kapazität
  • Sowohl das Surface Pro als auch das Surface Go haben einen microSD-Kartenleser. Du kannst laut Website „SDXC-Karten mit UHS-I“ verwenden. Die Abkürzung steht für die Lese- und Schreibgeschwindigkeit der Speicherkarte. Du solltest das Kürzel beim Kauf auf der Verpackung bzw. im Online-Shop finden.
  • Mit microSD-Karten von 32 GB bis zu 256 GB hatte ich bei meinen Surface-Tablets bislang keine Probleme. Größere Speicherkarten funktionieren laut einigen Nutzern manchmal nicht reibungslos.

Übrigens: Der Surface Laptop hat keinen integrierten SD-Kartenleser, so dass Du den Speicher nicht einfach erweitern kannst. Behelfen kannst Du Dir im Zweifel nur mit einem externen Lesegerät für Speicherkarten. Das Surface Book wiederum hat eine Schnittstelle für Full-Size-SD-Karten, also die etwas größeren und älteren Speicherkarten.


Wo ist der Speicherkarten-Leser beim Surface-Tablet überhaupt?

Wenn man es nicht weiß, muss man ein bisschen suchen: Der Speicherkarten-Leser befindet sich auf der Rückseite Deines Surface-Tablets, und zwar unter dem aufklappbaren Ständer. Hier ist Deine microSD-Karte ein bisschen geschützter. Die Position spricht m. E. auch dafür, dass häufiges Wechseln der Speicherkarte nicht vorgesehen ist.

microSD-Slot beim Surface Go
microSD-Slot beim Surface Go

Wenn Du die microSD-Karte in den Kartenleser schiebst, spürst Du ein bisschen Widerstand. Sobald Du diesen Punkt überwunden hast, solltest Du ein Klickgeräusch hören: Die Speicherkarte sitzt jetzt fest und kann von allein nicht herausrutschen. Du kannst sie wieder herausnehmen, wenn Du sie nochmal leicht reinschiebst und damit die Halterung quasi entsperrst.


Dateisystem NTFS: Viele Vorteile unter Windows 10

Deine Speicherkarte sollte nach dem Einsetzen automatisch erkannt werden. Jetzt kommt es noch darauf an, mit welchem Dateisystem die microSD-Karte formatiert ist. Damit es hier nicht zu technisch wird: Das Dateisystem bestimmt, auf welche Weise Dateien gespeichert werden. Bekannte Dateisysteme sind FAT32 und NTFS.

  • FAT32 gibt es schon viel länger. Das Dateisystem ist weit verbreitet und mit vielen Geräten und Betriebssystemen kompatibel. Größter Nachteil: Dateien dürfen maximal 4 GB groß sein.
  • NTFS ist das modernere Dateisystem und Standard für Windows 10-PCs. Dateien dürfen bis zu 16 Terabyte groß sein und können sicherer verwaltet werden.

Wenn Du Deinen Surface-Speicher dauerhaft vergrößern willst, solltest Du also unbedingt das Dateisystem NTFS nutzen. Falls nötig, kannst die microSD-Karte entsprechend formatieren: Klicke dazu im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf die erkannte Speicherkarte, wähle „Formatieren“ aus und stelle als Dateisystem „NTFS ein“.

SD-Karte formatieren im Windows Explorer

Alle anderen Parameter kannst Du in der Regel so lassen und den Vorgang starten.


Tipps zum Einrichten der Speicherkarte im Surface

Du kannst den Speicherplatz auf der microSD-Karte jetzt direkt nutzen. Überlege Dir, welche Ordnerstruktur sinnvoll sein könnte, um Deine Dateien auf der Speicherkarte wiederzufinden. Die folgenden Tipps möchte ich Dir außerdem noch mit auf den Weg geben:

  • Wer Deine Speicherkarte stiehlt, hat Zugriff auf alle Dateien. Deshalb solltest Du die Inhalte auf allen Laufwerken (auch auf Deinem Surface selbst) verschlüsseln. Dafür gibt es unter Windows 10 die Funktion „BitLocker“.
  • Außerdem nutze ich die Microsoft-Cloud „OneDrive“ für alle wichtigen Dateien. Den synchronisierten Ordner für die Offline-Nutzung habe ich ebenfalls auf die Speicherkarte im Surface ausgelagert. Eine Anleitung zur Einrichtung und Nutzung von OneDrive gibt’s ebenfalls in diesem Blog.

Wenn Du die microSD-Karte einmal als erweiterten Speicher eingerichtet hast, musst Du Dich um den Speicherort nicht mehr sorgen. Jetzt solltest Du auf Deinem Surface viel zusätzlichen Platz für Unterrichtsmaterial aller Art haben – auch für multimediale Inhalte wie Fotos, Videos und Musik.

Übrigens: Man muss natürlich nicht alle Dateien zwingend auf dem Tablet-PC unterbringen. Für größere Video-, Foto- und Musiksammlungen bieten sich zu Hause andere Speicherlösungen an, zum Beispiel ein NAS (Netzwerkfestplatte). Darauf kannst Du dann von allen Geräten im Haushalt aus zugreifen.

Welche Erfahrungen hast Du mit Speicherkarten fürs Surface gemacht? Welche Tipps kannst Du uns für die Nutzung noch mit auch den Weg geben? Ich freue mich über Deine Meinung als Kommentar unter diesem Artikel!

Ein Gedanke zu „Speicher mit microSD-Karte erweitern

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