30 Aug

Mone Denninger, Lehrerin im Surface-Interview

Mone Denninger im Surface-Interview - Teaser

Das Surface ist ihr ständiger Begleiter: Mone Denninger ist Lehrerin an einem Gymnasium in Wien und Vortragende an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich. Ich durfte Mone schon persönlich kennen lernen und freue mich sehr, dass sie sich die Zeit für meine Fragen genommen hat.

Neben dem Lehramtsstudium für Mathematik (Universität Wien) und Textiles Werken (Akademie der bildenden Künste) hat Mone Denninger den Hochschullehrgang Informatik und den Hochschullehrgang Unterricht mit digitalen Medien absolviert. Das Thema ihrer Masterthesis im Fach eEducation (Donau Universität Krems) lautete: „Umsetzung des Flipped Classroom Konzepts mit Lernvideos im Mathematikunterricht der Sekundarstufe I“.

Mone Denninger mit Surface Pro
Mone Denninger mit dem Surface Pro

Neben ihrer Lehrtätigkeit ist Mone Denninger als Autorin im Veritas Verlag tätig. Im Interview berichtet sie über Praxis-Tipps, Lieblings-Apps und Erfahrungen mit den verschiedenen Surface-Modellen von Microsoft.


5 Fragen an Mone Denninger

1. Welches Surface von Microsoft nutzt Du am liebsten – und warum?

Mone Denninger: „Ich habe und hatte schon mehrere Surface-Geräte im Einsatz. Ich habe vor vielen Jahren einmal einen Vortragenden gesehen, der mit dem Stift auf seinem Tablet geschrieben hat, damals noch das Surface Pro 1. Das wollte ich unbedingt auch können!

Deshalb habe ich mir mein erstes Surface-Gerät zugelegt. Das war noch etwas dick und unhandlich. Bei einem E-Learning-Wettbewerb habe ich im Jahr darauf das Surface 2 RT gewonnen. Das hatte ich aber so gut wie nie im Einsatz, weil es keine Stifteingabe gab. Nach einiger Zeit habe ich beide Geräte hergegeben und mir das Surface Pro 3 gekauft. Obwohl ich eigentlich gerne immer das neueste Produkt habe, arbeite ich nach wie vor mit dem Surface Pro 3. Es funktioniert einwandfrei, obwohl ich es schon seit vier Schuljahren täglich im Unterricht einsetze.

Zum Testen habe ich ein Surface Go erhalten. Dieses Gerät liebe ich vor allem, wenn ich unterwegs bin, weil es sehr klein und handlich ist. Ich würde es vor allem Schülern empfehlen, weil es ein Top-Gerät ist und für die Anforderungen der Schüler voll ausreicht. Man muss keinerlei Abstriche machen.

In meinen Workshops darf ich immer wieder den Surface Laptop verwenden, den ich mir als Lehrer allerdings nicht unbedingt wünschen würde. Da ich sehr gerne mit dem Gerät durch die Klasse gehe, ist mir der Surface Laptop ein bisschen zu groß, zu schwer und zu unhandlich.“


2. Bei welchen Aufgaben unterstützt Dich Dein Surface? In welchen Situationen möchtest Du auf Dein Surface nicht mehr verzichten?

Mone Denninger: „Ich habe mein Surface fast immer und überall dabei. Da das Surface Go in meine Handtasche passt, kann ich es zu jedem Termin mitzunehmen. So habe ich alle Unterlagen immer in meiner Handtasche dabei.

Missen möchte ich mein Surface vor allem nicht mehr, wenn ich auf Tagungen oder Fortbildungen bin. Durch die Foto-Funktion kann ich jede Präsentation abfotografieren, in OneNote speichern und mir direkt Notizen dazu machen. Somit habe ich alles an einem Ort, kann Links hinzufügen und sonstige Unterlagen sofort speichern. Da möchte ich das Surface wirklich nicht mehr missen!

Mone Denninger mit Surface Pro
Mit Surface Pen und Type Cover: Mone Denninger nutzt das Surface Go

Aber auch im Unterricht möchte ich auf das Surface nicht mehr verzichten. Früher habe ich an die Tafel geschrieben – wie es wahrscheinlich viele Lehrer machen. Mich hat aber immer gestört, dass das Geschriebene anschließend unwiederbringlich weggewischt wird. Schüler, die z.B. im Unterricht nicht anwesend waren, mussten sich mühsam eine Mitschrift besorgen.

Seitdem ich im Unterricht auf dem Surface schreibe – also in OneNote die Schulübungen erstelle und diese mit dem Beamer projiziere – können meine Schüler jederzeit mit dem Smartphone, Tablet oder PC aus auf die Original-Schulübungen zugreifen, wann und wo sie möchten. Und da habe ich jetzt noch nicht mal mit den vielen Vorteilen begonnen, die sich durch interaktive Applets im Mathematikunterricht ergeben …“


3. Welche Apps und Programme nutzt Du auf dem Surface am liebsten – und warum?

Mone Denninger: „Also, ich verwende natürlich täglich Outlook zur Kommunikation per E-Mail. Im Unterricht sind allerdings die absoluten Top-Programme für mich Teams und OneNote.

In Teams findet die Kommunikation mit meinen Schülern statt. Dort werden auch die Aufgaben und Schularbeitsstoff etc. gepostet. In Teams ist alles gut strukturiert, und meine Schüler können jederzeit Fragen stellen – auch nach dem Unterricht. Es ist sehr schön zu sehen, wenn Schüler sich hier gegenseitig Antworten auf mathematische Probleme geben. So bin ich als Lehrerin nicht immer diejenige, die hier für die Lösung zuständig ist.

Mone Denninger mit Surface Pro
Mone Denninger nutzt das Surface Pro für handschriftliche Notizen

Außerdem ist OneNote bei mir im Dauereinsatz. In OneNote können auch die Schüler ihre Mitschriften anfertigen und Aufgaben erledigen – zumindest wenn sie selbst Geräte haben, was leider nicht immer der Fall ist. Dadurch, dass auf einer OneNote-Seite nicht nur geschriebener Text gespeichert werden kann, sondern auch zum Beispiel interaktive GeoGebra-Applets oder Videos, also jegliche Art von Dokumenten und Elementen, ist OneNote aus meinem Unterricht nicht mehr wegzudenken!“


4. Was sollte Microsoft beim Surface noch verbessern? Was vermisst Du? Was nervt Dich?

Mone Denninger: „Das ist eine schwierige Frage! Wie ich schon erwähnt habe, habe ich schon das erste Surface Pro besessen. Das war noch etwas schwer und klobig. Weil das Surface 2 RT keinen Stift hatte, war es für mich auch nicht wirklich brauchbar. Seit dem Surface Pro 3 muss ich sagen, dass ich eigentlich sehr glücklich bin. Für Schüler lohnt sich meiner Meinung nach auch das mobile Surface Go.

Zu verbessern wäre natürlich der Preis. Es wäre schön, wenn der etwas herunter gehen würde, denn für unsere Schüler hier in Österreich ist ein Surface Go mit Stift und Tastatur – beides gehört für einen ordentlichen Unterricht dazu – leider noch immer etwas teuer.

Rein am Gerät würde ich überhaupt nichts ändern. Das Surface ist wirklich gut – und ich habe schon sehr viele Alternativen getestet!

Ein kleiner Tipp vielleicht: Ich habe eine Schutzfolie auf dem Surface angebracht. Einerseits ist es ein Schutz für das Display-Glas, andererseits schreibt man viel angenehmer!

Auf der matten Schutzfolie rutscht der Surface Pen nicht so. Vom ‚Grip‘ her ist es so, als würde man mit einer Füllfeder auf einem Blatt Papier schreiben. Aber wie gesagt: Das muss nicht Microsoft ändern. Das kann jeder selbst ändern, indem er einfach eine Schutzfolie aufklebt! 😉“


5. Verrate uns einen persönlichen Tipp für die Arbeit mit dem Surface!

Mone Denninger: „Mein persönlicher Tipp: Ich sehe immer wieder Leute, die versuchen, auf dem Surface zu schreiben, wenn das Gerät aufgestellt ist wie ein Laptop. Bitte, bitte, tut das nicht! Man kann so nicht ordentlich schreiben! Legt euer Surface-Tablet flach auf den Tisch – wie ein Blatt Papier! Ihr würdet ja auch nicht auf ein Blatt schreiben, dass schräg in der Luft hängt!

Ein zweiter Tipp: Man kann in OneNote, aber auch in anderen Programmen, Hilfslinien einblenden lassen, die wie liniertes oder kariertes Papier aussehen. Selbst wenn man in PowerPoint Videos erstellt, kann man im Hintergrund ein kariertes Papier einblenden und so Notizen und Inhalte besser ausrichten. Vor der Fertigstellung kann man die Hilfslinien wieder entfernen – und niemand bemerkt es.“


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