23 Sep

Julian Wagner, Lehrer im Surface-Interview

Julian Wagner, Lehrer im Interview

Julian Wagner findet, dass unsere Schulen beim Thema Digitalisierung hoffnungslos hinterherhinken: „Deutschland muss sich aus dem Gedankenkostüm der Industrialisierung verabschieden, um relevant zu bleiben.“ – Er selbst ist mit Körper, Herz und Seele Gesamtschullehrer in Gelsenkirchen und bezeichnet sich als absoluter Technikenthusiast, der immer das neueste Spielzeug braucht – zuletzt einen Saugroboter. 😉

Foto von Julian Wagner
Julian Wagner, Lehrer aus Gelsenkirchen

Als frischgebackener Papa muss Julian Wagner seine Prioritäten jetzt sicher ab und zu verschieben. Trotzdem hat er sich die Zeit für dieses Surface-Interview genommen. Vielen Dank!


5 Fragen an Julian Wagner

1. Welches Surface von Microsoft nutzt Du am liebsten – und warum?

Julian Wagner: „Seit knapp zwei Jahren nutze ich die erste Generation des Surface Book. Es ist für mich die perfekte Kombination aus Leistung und Funktionalität. In der Schule nutze ich oft die Tablet-Funktion um Tafelbilder anzufertigen oder Schülerlösungen zu notieren. Hier kommt die Größe des Bildschirms zu tragen, welche mir viel Platz zum Schreiben bietet.

Mobiles Arbeiten mit dem Surface Book
Mobiles Arbeiten mit dem Surface Book

Gleichzeitig brauche ich aber als Teil des EDV-Teams in der Schule viel Rechenleistung, da ich für die Homepage zum Teil auch grafikintensive Arbeiten leisten muss. Nicht so praktisch ist hingegen das Gewicht und die Größe, wenn es um die Portabilität geht. Hier war mein altes Surface Pro 3 im Vorteil.“


2. Bei welchen Aufgaben unterstützt Dich Dein Surface? In welchen Situationen möchtest Du auf Dein Surface nicht mehr verzichten?

Julian Wagner: „Mein Surface ist mein täglicher Begleiter in der Schule. Und so sieht man mich in meinen Freistunden oft auch hinter dem Bildschirm. Dort plane ich dann meine Stunden in OneNote, richte die E-Mail-Konten der Kollegen ein, verwalte meine Kurse in Teams oder bastel an der neuen Homepage der Schule.

Ohne mein Surface wäre ich in der Schule also ziemlich aufgeschmissen, denn es ist mein Hauptarbeitsgerät!“


3. Welche Apps und Programme nutzt Du auf dem Surface am liebsten – und warum?

Julian Wagner: „Ganz klar: OneNote! OneNote ist seit dem Studium eines meiner Lieblingsprogramme von Microsoft. Ich nutze es sowohl privat als auch in der Schule. Alle wichtigen Notizen, Dokumente und Planungen landen hier.

Mein komplette Unterrichtsplanung findet in OneNote statt. Ich habe für jedes Fach ein Notizbuch, in dem ich alles für meine Stunden hinterlege – Stundenplanung, Präsentationen, Videos und Bilder sowie Arbeitsblätter. Die Schüler haben über Microsoft Teams Zugriff auf das Kursnotizbuch und somit auf alle relevanten Informationen und Hausaufgaben.

Surface im Einsatz
Surface im Einsatz

Neben OneNote und Teams nutze ich täglich Drawboard PDF, TeacherStudio, Microsoft Whiteboard und Microsoft To-Do. Ohne To-Do würde ich wahrscheinlich planlos durch den Tag gehen. 😊“


4. Was sollte Microsoft beim Surface noch verbessern? Was vermisst Du? Was nervt Dich?

Julian Wagner: „Hier sollte Microsoft etwas mutiger sein und mehr auf Zukunftstechnologien setzen. Also mehr USB-C mit Thunderbolt, kleinere Displayränder und andere Formfaktoren fürs Surface. Außerdem muss man dringend den Tablet-Modus überarbeiten. Auch wenn Windows 8 in seiner aggressiven Ausrichtung auf Touchscreens weit vor seiner Zeit war: ein wenig davon im Tablet-Modus von Windows 10 täte heute gut.“


5. Verrate uns einen persönlichen Tipp für die Arbeit mit dem Surface!

Julian Wagner: „Da das Surface erst richtig Sinn im Zusammenspiel mit dem Surface Pen macht, ist ein Bereich in den Einstellungen sehr wichtig, der aber meiner Meinung nach oft nicht wirklich bekannt ist. Ein großer Vorteil des Surface Pen sind seine Tasten – eine an der Seite und eine ganz oben. In den ‚Einstellungen – Geräte- Stift & Windows Ink‚ kann man für die Taste am Ende des Pens „Aktionen“ einstellen.

So öffnet ein einfaches Drücken z. B. OneNote, und ein Doppelklick macht einen Screenshot und öffnet dann die App ‚Ausschneiden und Skizzieren‘, wo man den Screenshot weiter bearbeiten kann. Man kann hier also seine ‚Stift-Experience‘ entscheidend beeinflussen.“


Mehr über Julian Wagner:

  • Zusätzlich findest Du Julian Wagner auch bei Twitter. Er freut sich sicher, wenn Du ihm dort folgst:
    Julian Wagner bei Twitter

Ein Gedanke zu „Julian Wagner, Lehrer im Surface-Interview

  1. Was die Einstellung zu Digitalisierung angeht muss ich dem Kollegen aus vollem Herzen recht geben. Da hinkt unsere Bildungslandschaft um Lichtjahre hinterher. Allerdings machen uns auch oft die Sachaufwandsträger das Leben schwer – wenn nötige Sanierungen/Modernisierungen einfach Jahrzehnte dauern.
    Bis wir an meiner Schule dort angekommen sind wo wir hin wollen nutze ich ebenfalls gerne die Vorteile von One Note zur Unterrichtsplanung, für Tafelbilder etc. Nur kann ich mir derzeit nicht vorstellen, dass Teams oder Kursnotizbücher eine Option wären, solange die Microsoft Server nicht in Deutschland sind. Wie umgeht ihr dieses Problem mit den Schülerdaten vs. DSGVO?

    Kollegiale Grüße!

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